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Über den Autor: Curt Goetz, *17.11.1888 in Mainz, † 12.09.1960, Grabs bei St. Gallen.
Curt Goetz gilt als einer der wenigen deutschen Bühnenschriftsteller, die im Genre der gehobenen Boulevardkomödie und des geistreich-witzigen Konversationsstücks reüssieren konnten. Seit 1907 als Schauspieler tätig und ab 1911 in Berlin im Engagement (Renaissance-Theater), begann er seine schriftstellerische Laufbahn mit Einaktern, bis er 1921 mit Ingeborg seinen ersten großen Erfolg verzeichnen konnte. 1923 heiratete G. die Schauspielerin der Titelrolle, Valerie v. Martens, die zeitlebens seine kongeniale Partnerin auf der Bühne blieb, und mit der er seit 1925 seine Stücke auch auf Tourneen präsentierte. 1939 emigrierte C. nach Hollywood, nach dem Krieg nahm er seinen Wohnsitz in der Schweiz und konnte, auch als Filmschauspieler, an seine früheren Erfolge anknüpfen (Das Haus in Montevideo, 1947). – Die theater- und publikumswirksamen Stücke G.' sind von einer ironisch-spielerischen Haltung geprägt, die sich in der Vorliebe des Autors für eine anekdotenhafte, meist mit einem Rahmen versehene Handlung, für desillusionierende Effekte und einen liebenswürdigen Konversationsstil voller Pointen und Aperçus manifestiert (Boulevardtheater).
Aufführungstermine: 15.05., 17.05., 18.05., 19.05., 24.05. und 26.05.1996 in der Heider Markthalle und am 31.05.96 in der Meldorfer “Ditmarsia”.
Presseberichte:
„Hokuspokus“ mit dem VHS-Theater Die Markthalle als Gerichtssaal
Heide - ... In der vergangenen Woche feierte das Ensemble mit dieser Komödie in vier Akten, bei der aus Theaterzuschauern Gerichtsbesucher werden, eine überaus gelungene Premiere... Die Aufführung lebt vor allem von den Hauptcharakteren, und hier besonders zu erwähnen sind Hannes Groncki als gewiefter Verteidiger, Brigitte Refisch (zum ersten Mal auf der Bühne dabei!) als Angeklagte Agda Kjerulf, Rosemarie Ducks als Staatsanwältin und „Routinier“ Adolf Sinhuber als genervter Gerichtspräsident. In Nebenrollen voll überzeugend und für Applaus auf offener Szene sorgend: Jutta Voigt als Zeugin Onano, Susanne Kühl (das erste Mal dabei) als Zeugin Kiebutz und Angela Arndt-Rohde als Zeugin Sedal. Insgesamt zum wiederholten Male eine Klasse-Aufführung des VHS-Theaters, dem mit sovielen Debütanten auf der Bühne um die Zukunft wohl nicht bange werden muß. (joc)
Heider Anzeigenblatt vom 22.05.1996
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