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“Flitterwochen”
Lustspiel in drei Aufzügen von Paul Helwig

Über das Stück:
Unsere Bühnenliteratur ist nicht reich an Lustspielen, die so geladen sind mit sprühendem Witz und umwerfender Situationskomik wie diese "Flitterwochen", und mancher Spielleiter, dem es bei blosser Lektüre des Textes das Wasser in die Augen treibt, wird sich besorgt fragen, ob sein Publikum noch bei Puste sein mag, wenn sich hinter diesen turbulenten drei Aufzügen der Vorhang gesenkt haben wird. Im Mittelpunkt der heiteren Story steht Doktor Erich Stiebel, ein sympathischer, aber etwas verrückter Philosoph, der - damit eine simple Notlüge nicht zum Platzen kommt - Mama Senden gegenüber den frischgebackenen Ehemann von deren Tochter Sabine mimen muss und der es mit dieser Rolle für den Geschmack seiner Freundin Ulla und auch für den von Sabine zu genau nimmt. Und so kommt es wie es kommen muss: unser Held bezieht Ohrfeigen nicht nur von Sabine und Ulla, sondern auch von der düpierten Mama Senden. Das unverhoffte Erscheinen von Sabines echtem Ehemann treibt die allgemeine Verwirrung zum Vergnügen des wohlinformierten Publikums auf den Höhepunkt, gleichzeitig werden damit aber auch alle Verwicklungen sozusagen wie ein gordischer Knoten auseinandergehauen, so dass dem Happy-End mit der Verlobung zwischen Doktor Stiebel und Ulla nichts mehr im Wege steht.

Die Rollen und Ihre Darsteller

Willi Helbrich

Dietrich Voigt

Sabine Senden

Antje Warner

Ulla Witte

Susanne Leonhardt

Dr. Erich Stiebel

Hartmut Nohe

Frau Amtsgerichtsrat Senden

Dorette Damms

Tini

Elke Stjerna

 

 

Regie

Antje Warner

 

 

 

 

 

 

Über den Autor:
Paul Helwig (* 27. Mai 1893 in Lübeck; †  7. August 1963 in München) war ein deutscher Psychologe, Philosoph, Theaterregisseur und Drehbuchschreiber. Er lieferte auch einige wichtige Beitrage zur Psychologie.
Paul Julius Adolf Helwig war der Sohn des Kaufmanns August Helwig. Paul studierte Musik an den Konservatorien von Leipzig und München. Nach der Zeit am Theater nahm er sein schon vorher begonnenes Philosophiestudium in Köln erneut auf und promovierte 1934 in Philosophie bei Nicolai Hartmann mit den Nebenfächern Psychologie und Nationalökonomie. Die letzten Jahre lebte er als freier Schriftsteller in München bis zu seinem Tod am 7. August 1963.
Theater- und Filmarbeit:
Nach seinem Abschluss am Konservatorium war er mehrere Jahre in leitenden Stellungen an den Theatern Eisenach, Heidelberg, Düsseldorf, Breslau, Berlin usw. tätig. In dieser Zeit und auch danach schrieb er verschiedene Bühnenstücke, darunter die Komödie Flitterwochen, die gelegentlich noch immer aufgeführt wird. Weiter war er Mitautor mehrerer Filmdrehbücher sowie Übersetzer von zwei Stücken John Priestleys, die er auch inszenierte. Diese Theaterarbeit hat zu seiner späteren Faszination vom menschlichen Handeln-an-sich als einer unreduzierbaren “Urkategorie des Seins” beigetragen.

Aufführungstermine:
18.05., 27.05., 11.11.1982 in der VHS Heide und am 20.11.1982 im Wesselburener Hebbelsaal.

Presseberichte:

VHS-Laienspielgruppe: Beifall für überzeugende Wiedergabe
Heide (HM). Man konnte es oftmals im gut besetzten Saal der Heider Volkshochschule hören: “Wie gut, daß wir unsere Volkshochschule haben, die jetzt im Mai die theaterlose Zeit überbrücken kann!” Und wie sie das tat, das mehr als überzeugend und bewunderungswürdig! Servierte sie doch ein kapriziöses Lustspiel in einer überzeugenden und begeisternden Wiedergabe...Unter der Regie von Antje Warner erlebte man eine beschwingte Aufführung mit echtem Lustspieltempo und vor allem gefälligen Typisierungen. Sie war ein sprechender Beweis dafür, wie leistungswillig sich die laienspielgruppe sich “auf den Brettern, die die Welt bedeuten” zu bewegen verstehtund sie sich dafür spürbar vielseitig vorbereitet hat. Mimik und Gestik und sprachliche Akzentuierung stimmten unmittelbar...” Dithmarscher Rundschau

Die Laienspielgruppe der Volkshochschule hatte großen Auftritt
60 Zuschauer sahen das Theaterstück “Flitterwochen”
Heide (ben)”...Dietrich Voigt, Antje Warner, Susanne Leonhardt, Hartmut Nohe, Dorette Damms und Elke Stjerna sorgten mit ihrer gekonnten Spielweise für gute Unterhaltung. Die anderen sechs Mitspieler der Gruppe verhalfen hinter den Kulissen bei der Technik für das Gelingen der Aufführung. Die Laienspielgruppe hatte sich die Kulisse vorher ebenfalls selbst zusammengebaut....”