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Über den Autor: Peter Turrini (* 26. September 1944 in St. Margarethen im Lavanttal -heute Stadtteil von Wolfsberg) ist ein österreichischer Schriftsteller. Er ist bekannt für seine gesellschaftskritischen und provokanten Heimatstücke. Peter Turrini wuchs in Maria Saal in Kärnten auf. Über den Tonhof des Komponisten Gerhard Lampersberg bekam er früh Kontakt mit Vertretern der Wiener Avantgarde. Von 1963 bis 1971 war er in verschiedenen Berufen tätig. Seit 1971 lebt er als freier Schriftsteller in Wien und Retz. Er schreibt Theaterstücke, Drehbücher, Gedichte, Aufsätze und Reden. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt, und seine Theaterstücke werden weltweit gespielt. Peter Turrini wurde durch Rozznjogd (1971), Sauschlachten (1972) und die Fernsehserie Alpensaga (1974-1979) bekannt. 1988 schrieb er die Minderleister. Seiner Meinung nach sei es nicht Aufgabe des Theaters Wirklichkeiten naturalistisch zu schildern und Probleme zu lösen, sondern diese übertrieben aufzuzeigen. Er schildert die negativen Seiten der (Arbeits-)Welt in krassester Form, in der Hoffnung, dass die Wirklichkeit hinter der Dramatik des Stückes zurücksteht. In seinen ersten beiden Werken verwendete er Dialekt, in den Minderleistern aber eine kunstvolle “hohe” Sprache. Turrini beteiligte sich an unzähligen Autorenlesungen. So auch des öfteren am Linken Wort, einer Autorenlesung mit politischen Akzenten, die im Rahmen des jährlichen Volksstimmefests durchgeführt wurde. Peter Turrini ist Mitglied der Grazer Autorenversammlung.
Aufführungstermine: Am 16.06., 19.06., 20.06., 24.06., 25.06. und 26.06.88 im Postelheim in Heide.
Presseberichte: Premierenpublikum war begeistert
Heide (AM) “... Mit weissen Lockenperücken und Kratzefuss begrüssten sich denn auch mit gegenseitiger Unaufrichtigkeit der reiche Graf (Stefan Niemann) und der verarmte Marchese (Horst Frank), die sich um die Gunst der schönen Wirtin Mirandolina (Marianne Henske) auszustechen versuchen. Das wiederum behagt dem Hausknecht und Kellner Fabrizio (Andreas Zöhner) so ganz und gar nicht, hat er doch gleichfalls ein Auge auf die Wirtin geworfen, in deren Gasthaus zu Florenz er so gern den Wirt abgeben möchte. Gewiss, Mirandolina mag ihn, obwohl er ein gerissener Windhund ist, der zwei junge Komödiantinnen (Kirsten Freygang und Jutta Denke) einspannt, um seine Nebenbuhler auszuspannen, auf die er schrecklich eifersüchtig ist. Mirandolina dagegen, die sich so sehr der Männergunst erfreut, reizt es ganz ungeheuer, mit weiblicher Raffinesse einen groben Weiberfeind unter ihren Gästen (Mathias Ehlers) zu Fall zu bringen, was dieser niemals für möglich gehalten hätte... Das Premierenpublikum...ging begeistert mit und amüsierte sich köstlich...”
Dithmarscher Landeszeitung vom 27. Juni 1988
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