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“Schwarz auf Weiß”
Satirisches Märchenspiel in 3 Akten von Ephraim Kishon.

Über den Inhalt:
Schwarz über weiß oder Weiß über schwarz? Im Reich der Mäuse scheint die Frage beantwortet: Die weissen Mäuse stehen über den grauen Mäusen. Schliesslich sind sie damals aus dem Goldenen Käfig ausgezogen, wohingegen die grauen Mäuse vom Feld kamen. Auch ihre Sprache und Gebräuche sind viel feiner. Das ändert allerdings nichts daran, dass sie genauso grosse Not leiden wie die grauen Mäuse: Der Käsestollen ist versiegt, eine Hungersnot droht. Und mitten in der Mixtur aus Vorurteilen und Standesdünkel bewegen sich Knuspi, die weiße Maus, und Schneeweisschen, der graue Mäuserich. Sie lieben sich über alle Schranken hinweg - und fliehen gemeinsam. Es bedarf einiger Anstrengungen, damit sich beider Familien schliesslich nähern können. Die Brüder von Knuspi wagen sich sogar zum "Herren des Hauses", ihrem Gott, um ihn zu befragen, ob es eine Ehe zwischen Grau und Weiß geben darf. Und dieser Besuch stellt ihr Weltbild auf den Kopf: Der "Herr des Hauses" ist schwarz. Endlich kann es zur Heirat kommen. Aber noch das Hochzeitsfest ist durchsetzt mit gegenseitigem Misstrauen und Denunziationen. Aber die Frage, ob man den Käse nun mit Zucker oder mit Zwiebeln isst, zerreisst das dünne Band der Toleranz. Selbst der sonst so salomonische Bräutigam hat genug. Es kommt zur Rauferei. Dann schreit Satan, die Katze des Hauses, und treibt die gegnerischen Parteien zurück an den Verhandlungstisch.

Schwarz auf Weiß ist eine amüsante und deshalb nicht weniger wahre Parabel auf Rassismus und Klassenunterschiede. Alle Strukturen und Mechanismen der uns bekannten Welt, einschliesslich der Entstehung von Religion, finden ihre Entsprechung - und werden durch das Auge der Fabel erhellend karikiert.(aus: www.dtver.de)

Die Rollen und ihre Darsteller:

Kasimir Käsehoch

Adolf Sinhuber

Kalophonia

Dorette Damms

Kalawas

Andreas Zöhne

Kuki

Hajo Clausen

Knuspi

Anette Wichmann

Scheeweiß

Mathias Ehlers

Soundso

Roland Speiger

Nussi

Petra Karol

Specki

Anne Quade

Schampo

Anke Böhmke

Sänger

Horst Frank

Sängerin

Jutta Denke

 

 

Regie

vhs theater heide

Über den Autor:
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Aufführungstermine:
Am 16.11., 17.11., 19.11., 20.11., 23.11, 24.11.1992 im Heider Postelheim, am 27.11.91 in Süderholm und am 25.01. und
26.01.1992 im Hebbelhaus in Wesselburen.

Presseberichte:
VHS-Akteure als menschliche Mäuse
Heide (syb) ...Mit feinsinniger, tiefgründiger Bühnenunterhaltung warteten in dieser Woche die Akteure der
VHS-Theatergruppe auf. Ephraim Kishons satirisches Märchen “Schwarz auf Weiß” entpuppte sich dabei als heitere Mäusegeschichte, die ihren besonderen Reiz aus hochaktuellen Bezügen und Anspielungen schöpfte und zugleich - quasi zeitlos - Vorurteilen, Standesdünkeln und aller Feindseligkeit gegenüber dem Fremden, anderen gekonnt den Spiegel vorhielt...
Trotz heiterer Theaterunterhaltung perlen Botschaften über die Bühne, wie sie deutlicher und passender zur aktuellen Diskussion über Fremdenfeindlichkeit und deutsche Grossmannssucht nicht sein können. Die Akteure, Laien zwar, gefielen mit einer schwungvollen, lebendigen Inszenierung, in der auch der Gesang nicht fehlte...

Dithmarscher Landeszeitung vom November 1991

Satirisches Märchen “Schwarz auf Weiß”
Wesselburen (im) ...Trotz des mehr als mässigen Besuches der beiden Vorstellungen liessen sich die Schauspieler ihre gewiss vorhandene Enttäuschung nicht anmerken und zeigten in über zwei Stunden, dass sie dem Inhalt des Stückes, das Vorurteile gegenüber andersartigen Gruppen offenbart, mit Witz, Ironie und Hintergründigkeit durchaus gerecht werden konnten...
... Dieses Werk von Ephraim Kishon war geradezu ein Glücksfall für die sehr engagierten Laiendarsteller, da hier keine “Stars” gefragt waren, sondern für das gesamte Team nahezu gleichwertige Rollen zu haben waren, die Anke Böhmke, Hans Joachim Claussen, Jutta Denke, Mathias Ehlers, Horst Frank, Petra Karol, Adolf Sinhuber, Roland Speiger, Anke Tensfeldt, Jutta Voigt, Anette Wichmann und Andreas Zöhner gut beherrschten.
Jutta Denke mit Gitarre und Horst Frank, der auch die Regie führte, brachten in das ohnehin turbulente Stück als singendes Mäusepaar einen besonderen Pfiff. Ihre Auftritte und ihr Gesang waren im besten Sinne bühnenreif.
Bei der “Sterbeszene” stand man allerdings wieder vor der berühmten Frage “Darf Satire wirklich alles?” oder gibt es Geschmacklosigkeiten, die verletzen könnten?

Dithmarscher Landeszeitung vom 01. Februar 1992