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“Lesung Klaus Mann”
Lesung über das Leben und das Werk von Klaus Mann

Leser waren:
Dorette Damms, Horst Frank, Richard Hucke, Susanne Leonhardt, Hartmut Nohe und Antje Warner.
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Über Klaus Mann:
Klaus Heinrich Thomas Mann (* 18. November 1906 in München; † 21. Mai 1949 in Cannes, Frankreich) war ein deutschsprachiger Schriftsteller.
Der Sohn von Thomas Mann begann seine literarische Laufbahn in der Zeit der Weimarer Republik
als Aussenseiter, da er in seinem frühen Werk Themen verarbeitete, die zur damaligen Zeit als Tabubruch galten. Nach seiner Emigration aus Deutschland im Jahr 1933 fand eine wesentliche Neuorientierung in der Thematik seiner Werke statt: Klaus Mann wurde zum kämpferischen
Literaten gegen den Nationalsozialismus. Als Exilant nahm er 1943 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an. Die Neuentdeckung seines Werkes in Deutschland fand erst viele Jahre
nach seinem Tod statt. Klaus Mann gilt heute als einer der wichtigsten Repräsentanten der deutschsprachigen Exilliteratur nach 1933.

Aufführungstermin:
10.05.1983

Presseberichte:
Über das Leben von Klaus Mann
von Uwe Bentlage
Heide - Zugegeben: Einer mehrstündigen Lesung zuzuhören, erfordert eine Menge Konzentration und Interesse. Dennoch hätte die Lesung aus den Werken von Klaus Mann in der Heider Volkshochschule mehr Zuhärer verdient. So lauschten nur knapp 25 Gäste den Kommentaren und Dialogen von VHS-Leiter Wulf-Jürgen Adler und den Mitgliedern der Theatergruppe.
Genau 50 Jahre nach der Bücherverbrennung schilderten Adler sowie Dorette Damms, Horst Frank, Richard Hucke, Susanne Leonhardt, Hartmut Nohe und Antje Warner anschaulich die Lebensstationen des Schriftstellers. Dazu benutzten sie seine eigenen Werke und trugen Ausschnitte vor. Als Einstieg wählten sie Stücke aus dem Buch “Der Wendepunkt”, in dem Manns erste Begegnung mit Gustaf Gründgens beschrieben wird.
Lebendig zitierten Adler und die Theaterspieler aus dem selben Buch das Treffen des Schriftstellers mit Hitler Anfang der 30er Jahre. Aus “Flucht in den Norden” wurde der Weg Klaus Manns ins Exil deutlich. Hier begann sein Kampf gegen die Diktatur, wie Adler kommentierte.
Aus den vorgelesenen Werken “Mephisto” und “Der Vulkan” konnten die Zuhörer Schilderungen des Alltags im Nationalsozialismus erfahren. Bei der mehr als einstündigen Lesung kam auch das bekannte Gedicht “Ich weiss nicht, was soll es bedeuten” zur Sprache. Abschliessend stellten Adler und die Theaterspieler die Rückkehr des Schriftstellers aus dem Exil dar. Für das Heider Kulturleben war die Veranstaltung eine Bereicherung.

Dithmarscher Landeszeitung vom 13. Mai 1983