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“Höchst untreu”
Komodie von Jack Popplewell
 

Die Rollen und ihre Darsteller:

Herbert Talmadge

Stefan Niemann

Susan Talmadge

Silvia Winzek

Jane Fanewick

Iris Masselmann

Arthur Renton

Mathias Ehlers

Mrs. Wetherall

Astrid Blöhß

Harry Lord Doncaster

Hannes Groncki

Robert De Courville

Dirk Andrees

Laura, Herzogin v. Summerdale

Tina Andrees

 

 

Regie

vhs theater heide

Aufführungstermine:
Am 03.02., 04.02., 05.02., 10.02., 11.02. und 12.02.95 in der Heider Markthalle

Über den Autor:popplewell_jack.max
Jack Popplewell
Geboren wurde er 1911 in Leeds, England, wo er auch seine Jugend verlebte. Erstmals im Jahre 1940 trat er als Schriftsteller in Erscheinung; nach er bekannten Facheitschrift "The Stage" gilt er als Beispiel dafür, daß ein Bühnenautor auch ohne einflußreiche Freunde und abseits von Parties und Cliquenwirtschaft, einzig durch seine Leistung und Ausdauer, Karriere machen kann. Eine Reihe von Romanen und Novellen entstanden, bis Jack Popplewell, ebenfalls im Jahre 1940, auch als Komponist und Texter bekannt wurde, sein "If I should fall in Love again" entwickelte sich nicht nur in England zu einem Schlager, sondern auch in den USA, wo sich diese Nummer zu einem Evergreen mauserte. Eine Reihe weiterer Kompositionen folgten, hauptsächlich für das Londoner "Palladium" und das "Hippodrome", auch eine Reihe von Filmmusiken hat Jack Popplewell geschaffen.Erst spät, im Jahre 1953, wandte sich Jack Popplewell der Dramatik zu, sein Erstling, das Kriminalstück "Blind Alley" kam heraus und fand guten Widerhall. Kurze Zeit später wurde es verfilmt. Ermutigt durch diesen Erfolg, arbeitete Popplewell weiter und es entstand die Komödie "Dear Delinquent", die im Londoner Aldwych-Theatre zu einem Serienerfolg wurde und den Autor weit über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus bekannt machte. Die deutschaprachige Premiere der Komödie kam als "Brave Diebe" in Wien heraus, innerhalb kurzer Zeit hatte sich das Werk auch die Gunst der deutschen Theaterbesucher erobert, zählte bald zu den meistgespielten Stücken. m Laufe der folgenden Jahre erschienen einen Vielzahl weiterer 'Popplewells', die auch auf deutschen Bühnen reüssierten. Den größten Erfolg aber hatte (und hat nach wie vor !) die Kriminalkomödie "Busybody", die als "Keine Leiche ohne Lily" von Grethe Weiser in Berlin kreiert wurde. Von der deutschen Fassung des Stückes existieren vier Versionen: 'Lily Piper' stellte ihre haarsträubende Logik und ihren kriminalistischen Spürsinn auf hochdeutsch, hessisch, niederdeutsch und schweizerdeutsch unter Beweis. Ein Rezensent schrieb einmal: "Lilys Leichen sind die besten." Jack Popplewell starb im November 1996.

Presseberichte:

„Höchst untreu“: Höchst unmoralisch und amüsant
VHS-Theatergruppe spielte in der Heider Markthalle

Heide - Das Laien-Theater lebt. Einen Beweis davon lieferte die Theatergruppe der VHS Heide mit der Komödie „Höchst untreu“ von Jack Popplewell. Die Zuschauer erlebten eine gelungene, nahezu reibungslos ablaufende Premiere, obwohl das Ensemble erstmals „außer Haus“ in der Markthalle agierte, um mehr Zuschauern Platz bieten zu können...
... Dazu trug natürlich auch die Auswahl des Stückes bei, eine Komödie, die auf Wortwitz und Situationskomik baut, allerdings auch gelegentlich in die Nähe der Klamotte gerät. Aber die Schauspieler behielten das in dieser temporeichen, nie langweiligen Inszenierung im Griff...
Susan, hübsch, klug und unglaublich verliebt in ihren begeisterungsfähigen Ehemann wird von einer für das Theater begeisterten Silvia Winzek dargestellt. Sie trägt mit ihrer Präsenz weite Teile der Aufführung. Überzeugend wirkten auch Stefan Niemann als Herbert und Iris Hoppmann, die zum ersten Mal mitspielte, und wohl auch deshalb etwas zurückhaltend agierte. Bei den Nebenrollen sollte Tina Andrees als ebenso reiche wie verruchte Herzogin hervorgehoben werden.
Alle Darsteller sprühten vor Spielfreude und erhielten deshalb auch häufig Szenen-Beifall. Das Laien-Theater lebt von diesem Engagement der Schauspieler und Schauspielerinnen, aber auch von dem Einsatz der Helfer und Helferinnen neben und hinter der Bühne. das erwarten die Zuschauer von solch einer Aufführung einer Laienspielgruppe, nicht mehr und nicht weniger, und wurden bei dieser Aufführung der VHS-Gruppe auch nicht enttäuscht...
von Rita Gerdzen

Dithmarscher Landeszeitung vom 07. Februar 1995