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“Linna Nordmann”
Ein norddeutsches Schauspiel von Erna Weißenborn

Darsteller:

Linna Nordmann

Martina Schulz-Dräger

Frau Nordmann

Jutta Voigt

Lorenz Engler

Stefan Niemann

Prof. Höppner

Adolf Sinhuber

Fischer

Thomas Refisch

Die alte Klehn

Rosemarie Ducks

Die Runge

Astrid Blöhß

Frau Wolters

Heidi Kircher

Frau Larsen

Annette Grimminger und Tina Andrees

Frau Thomsen

Anita Scheppan

Runge

Andreas Zöhner

Der alte Kaark

Dietrich Voigt

Der Seemann

Roland Speiger

Das junge Ding

Angela Arndt-Rohde

Die Zigeunerin

Olga Meyer

Das Schankmädchen

Sonja Feldhusen

 

 

Regie

vhs theater heide

Über die Autorin:
ernawe3w
Erna Weißenborn ( * 10. Juli 1898 in Köln; † 19. März 1973 in Heide ) war eine Romanschriftstellerin und Dramatikerin. Im Alter von zehn Jahren kam sie von Köln nach Heide in Dithmarschen, wo sie ihr ganzes weiteres Leben verbrachte. Schon als junges Mädchen begann sie zu schreiben, und bald begeisterte sie mit ihren einfachen, kantigen, nordischen Charakteren die Leserschaft. 1939 wurde sie vom Verleger Peter Suhrkamp entdeckt und in den folgenden Jahren gefördert. Gegen Widerstände seitens der Nationalsozialisten gelang es Peter Suhrkamp, Erna Weißenborns Dramen auf die grossen deutschsprachigen Bühnen zu bringen, wo sie als Nachfolgerin Gerhard Hauptmanns gefeiert wurde. Nach ihren Tod geriet Erna Weißenborn in Vergessenheit.
Ihr Leben wurde im Dokumentarfilm “Erna Weißenborn – Eine Frau schreibt ihren Weg” (2000, Regie: Martina Fluck) verfilmt. An dem Film wirkte auch das vhs theater heide mit.

Werke:

Schauspiele und Dramen

· „Das Haus wider Gott“
· „Destille Veit“
· „Die Kathedrale“
· „Linna Nordmann“

Diese wurden auf Deutschlands bedeutendsten Bühnen (in Berlin, Hamburg, Leipzig, Nürnberg und Bremen) aufgeführt. Linna

Romane

· „Die Mausefalle (erschienen 1919)“
· „Der Stern Kretuklar (1926)“
· „Der Umweg nach Seelau (1946)“
· „Barbarossa und der Dicke (1950)“
· „Warten auf den Tag (1962)“
· „Lillebe (1968)“
· „Der rote Husar“

Hörspiele
· „Eine Tür fällt zu“
· „Kopf weg, es regnet Gold“
· „Nein, Herr Commont“ wurde 1951 mit dem bayerischen Hörspielpreis ausgezeichnet.

Quelle: Wikipedia

Aufführungstermine:
Am 06.06., 07.06., 10.06., 12.06., 13.06. und 14.06.1998 in der Heider Markthalle und am 26.06.1998 in der Meldorfer “Ditmarsia”.

Presseberichte:

Linna Nordmann verändert sich
Theatergruppe führt Stück von Erna Weißenborn auf

Von Rita Gerdzen
Heide - “Die Typenwahl ist hervorragend gelungen”. Mit diesem Kompliment entsprach der Bürgervorsteher Woelk in seiner Rede nach Ende der Vorstellung genau der Meinung der Zuschauer in der Markthalle, die die hervorragend besetzte Aufführung der VHS-Theatergruppe mit lang anhaltendem, begeistertem Beifall bedachten...
Das 1941 in Hamburg uraufgeführte Stück zeigt das Leben der Menschen auf einer Nordseeinsel. Geprägt ist es vom Warten auf die seefahrenden Männer und die Naturgewalten. Auch Linna Nordmann, die Titelheldin, wartet auf ihren Mann, vergeblich, wie sich am Ende herausstellt... Martina Schulz-Dräger stellt diese rechtschaffende Frau überzeugend dar, aber genauso beeindruckend auch den Wandel, der in ihr durch das Auftauchen des Vertreters Lorenz Engler geschieht...
...da gibt es die alte Klehn mit dem zweiten Gesicht, von Rosemarie Ducks sehr gut umgesetzt, die Runge, wunderbar tratschsüchtig ist Astrid Blöhß, oder Andreas Zöhner als deren Mann, ein Frauenheld. Gerade in diesen Typen zeigt sich Erna Weißenborns genaue Beobachtung der Menschen. Der VHS-Gruppe ist es in bemerkenswerter Weise gelungen, dieses sehr differenziert darzustellen. Feinfühlig wurde in dieser Inszenierung mit den komischen Passagen umgegangen, so daß die Ernsthaftigkeit des Schicksals von Linna nie von Klamauk überdeckt wurde...

Dithmarscher Landeszeitung vom 08.06.1998


Begeisternde "Linna Nordmann"

Die VHS-Theatergruppe konnte unter tosendem Applaus des Publikums ihr 20jähriges Bestehen mit dem Stück "Linna Nordmann" feiern. Das Schauspiel war als Würdigung der Heider Schriftstellerin Erna Weißenborn und ihres 100. Geburtstages gewählt worden. Die VHS-Gruppe versetzte das Publikum von Beginn an in eine andere Welt: hohe Moralvorstellungen, Dorfklatsch und Seefahrerschicksale treffen im Laden der fleissigen und rechtschaffenden Linna Nordmann zusammen, die auf die Rückkehr ihres Mannes wartet. Vertreter Lorenz Engler läßt sie für kurze Zeit erkennen, was Leben und Liebe sein kann. Das Publikum liess sich von Linna Nordmann und ihrem Schicksal mitreissen - jede Besetzung schien in seine Rolle hineingewachsen zu sein. Ein toller Theaterabend, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Weitere Termine: 10., 12., 13. und 14. Juni in der Heider Markthalle, am 26. Juni in Meldorf und am 03. Oktober in Anklam.

(Eixmann) Heider Anzeigenblatt vom Juni 1998