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"Die Hölle wartet nicht"
Ein Thriller von Michael Cooney

Zum Inhalt:
Simon Cable erwacht im Krankenhaus und kann sich an nichts mehr erinnern. Was ist mit ihm geschehen? Ist er wirklich vergiftet worden? Was hat er in den vergangenen zwei Jahren gemacht?
Damals war er nach einem Autounfall, bei dem sein Bruder ums Leben kam, schon einmal in dieses Krankenhaus eingeliefert worden. Wer sind die beiden Frauen, die ihn besuchen und unter Druck setzen? Und was ist mit der Legende, dass die ruhelosen Seele von Verrückten in diesem Krankenhaus jeden Mörder in die Hölle schicken - zuvor jedoch hört der Betreffende (und wirklich nur ER) eine Glocke läutern. Und Simon Cable hört eine Glocke...
Wer ist er? Ein Mörder? Ein Ermordeter? Ein Schuldiger?

Ein unglaublich spannender Mystery-Thriller, ein Abend zwischen Wahn und Wirklichkeit...

Die Rollen und ihre Darsteller:

Simon Cable

Stefan Niemann

Schwester Carlisle

Antje Hennings

Pfleger Travis

Frank Hiestermann

Dr. Morris

Karin Heinevetter

Die Blonde/Clair

Kathrin Paßehl

Anna Hathaway

Yvonne Jurk

Patient Mr. Travitt

Adolf Sinhuber

Dr. Morrisson

Ulrike Sprick

Eindringling

Michael Winzek

Peter Cable

Frank Hiestermann

 

 

Regie

vhs theater heide

Souffleuse

Daniela Böning



Über den Autor:cooney_michael
Wie geht man damit um, einen berühmten und erfolgreichen Schriftsteller-Vater zu haben? Michael Cooney, dessen Vater Ray Cooney (auch von der VERTRIEBSSTELLE vertreten) mit Farcen wie "Außer Kontrolle" in der ganzen Welt gespielt wird, ist selbst erfolgreicher Autor von Fernseh-Drehbüchern, Kinderbüchern und Schauspielen. Seine Farce "Und ewig rauschen die Gelder" ("Cash on Delivery") um einen Arbeitslosen, der in einem wild-komischen Parcours die verschiedenen finanziellen Segnungen des Sozialstaats auch gegen ihn kontrollierende Prüfer vom Sozialamt verteidigt, zeigt, wie perfekt und pointengenau Michael Cooney die Tastatur der Boulevardkomödie beherrscht. Neu in unserem Programm ist auch sein mystischer Psycho-Thriller "Die Hölle wartet nicht" ("Point of Death"), ein Meisterwerk der Finten und Fallen um einen Mann, der im Krankenhaus aufwacht. Was ist ihm passiert? Ist er wirklich vergiftet worden? Und was ist ihm in den letzten zwei Jahren geschehen? Er kann sich an nichts erinnern. Nach und nach fallen ihm Geschehnisse der Vergangenheit ein - und er erfährt Dinge über sich, die er lieber nicht wüsste. Und die Glocke der Verdammten klingt in seinen Ohren... In London und darüberhinaus gilt Cooney bereits als große Entdeckung - bei seinen dramatischen Fähigkeiten kein Wunder!

Aufführungstermine
im Stadttheater, Saal 2, Rosenstrasse15, 25746 Heide
· 18. November 2005 (Fr) um 20 Uhr (Premiere)
· 19. November 2005 (Sa) um 20 Uhr
· 20. November 2005 (So) um 17 Uhr
· 23. November 2005 (Mi) um 20 Uhr
· 25. November 2005 (Fr) um 20 Uhr
· 26. November 2005 (Sa) um 20 Uhr
Kartenvorverkauf ab 17. Oktober 2005 in der Volkshochschule Heide, Am Markt, Tel.: 0481-6850-431 oder -432

Gastspiel in der Meldorfer "Ditmarsia"
am 06. Januar 2006 (Fr) um 20 Uhr
Kartenvorverkauf: Schuh- und Sporthaus Carstensen, Meldorf

Presseberichte:

Heide (wi) Zwar sind die guten schauspielerischen Leistungen, das hohe Niveau der Aufführungen sowie die gekonnten Inszenierungen bereits ein Markenzeichen des VHS-Theaters Heide, doch versteht es die Truppe immer wieder, ihr Publikum zu überraschen. So auch in ihrer neusten Produktion, die im Stadttheater Premiere hatte: “ Die Hölle wartet nicht ” von Michael Cooney, einem Thriller vor mystisch-unheimlichem Hintergrund.

Das ganze Theaterstück spielt in einem Krankenzimmer. Dort wacht Simon Cable auf und weiss nicht, warum er dort ist. Und dann wacht er zum zweiten Mal auf und alles ist ganz anders. Es ist zwar das gleiche Krankenzimmer, die Ärztin aber eine andere. Auch der Patient neben ihm, war vorher nicht da. Was ist Realität, was ist Einbildung? Er weiss zwar wo er ist, aber nicht wann er ist , vor zwei Jahren oder in zwei Jahren? Die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit beginnen zu verwischen.

Genauso ambivalent wie die Handlung zwischen Sein und Schein wechselt, so wird auch der Zuschauer in seinen Stimmungen hin und her gerissen. In dem einen Moment hält er vor unterschwelliger Spannung den Atem an, der nächste Augenblick ist unvermittelt mit derart staubtrockenem Humor gespickt, der ihn in lautes, befreiendes Lachen ausbrechen lässt. Nur um kurz darauf wieder von dem dämonischen Geschehen in den Bann gezogen zu werden. Der Zuschauer erlebt ein Wechselbad der Gefühle, das von dem gut aufeinander eingespielten Team der Theatertruppe feinfühlig in Szene gesetzt wurde. Die glaubhaften Leistungen der Darsteller trugen ebenso dazu bei, wie die effektvolle Licht- und Tonuntermalung, die die Wirkung des subtilen Geschehens steigerte.

Zwei Figuren bilden die beiden Pole dieses Wechselbades. Auf der einen Seite ein ganz hervorragender Stefan Niemann in der Rolle des Protagonisten Simon Cable. Überzeugend spielte er dessen Ängste, dessen Zerrissenheit auf der Suche nach der Wahrheit. Von der ersten bis zur letzten Sekunde auf der Bühne präsent, ging er voll in seiner Rolle auf, die zudem eine starke körperliche Verausgabung erforderte. Auf der anderen Seite Adolf Sinhuber in der ihm auf den Leib geschnittenen Rolle des Patienten Mr. Travitt. In den unerwartetsten Momenten brachte er das Publikum mit seiner Mimik und seinen knochentrockenen Sprüchen (“ Der Bekloppte wurde von einer Sprungfeder angegriffen “) zum Lachen.

Aufgrund der Zeitsprünge, der schnellen Wechsel zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Erinnerung und Einbildung ist es von der Thematik her ein sehr schwer zu vermittelndes Stück. Eine Hürde, die das Ensemble des VHS-Theaters mit einer starken Gemeinschaftsleistung eindrucksvoll nahm.

Dithmarscher Landeszeitung vom 21. November 2005