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Das Fenster zum Flur
Ein Schauspiel von Curth Flatow und Horst Pillau

Zum Inhalt:

"Das Fenster zum Flur" ist für die Portiersfrau Anni Wiesner - die Hauptfigur des Stückes - das Fenster zur Welt, durch dieses Fenster ist  sie mit den Nachbarn, mit der Strasse, den Menschen verbunden, durch dieses Fenster holt sie sich aber auch die grosse Welt in ihre Wohnung. Anni Wiesner ist eine sehr agile Frau um die Fünfzig, deren einziger Wunsch es ist, dass ihre Kinder später einmal nicht wie der Vater die Strassenbahn fahren oder wie sie selbst den Treppenflur wischen müssen.

Mit der Rückkehr ihrer Tochter Helen, die eines Morgens unerwartet vor dem Fenster zum Flur der Wiesner'schen Hausmeisterwohnung steht, beginnt für Mutter Wiesner eine Welt einzustürzen: Helen war in Amerika gar nicht verheiratet und steht nun mit ihrer achtjährigen Tochter mittellos da.  Herbert, ihr Stolz, will zur gleichen Zeit das Medizinstudium aufgeben. Vater Wiesner wird von einer Krankheit heimgesucht und muss seinen  geliebten Beruf als Strassenbahnfahrer aufgeben, und zuletzt verlässt Inge, die jüngste Tochter, um eines Mannes willen auch noch die Familie. Der Bann scheint gebrochen, alles lehnt sich plötzlich gegen die Mutter auf, die immer so gern Schicksal spielt; aus gutem Willen zwar, doch  mit fragwürdigem Erfolg. Spät, doch nicht zu spät muss sie erkennen, dass jeder Mensch sein eigenes Leben führen will und muss, und dass sich das Schicksal nicht dirigieren lässt...
 


Die Rollen und ihre Darsteller:

Anni Wiesner

Petra Hirsch

Karl Wiesner

Stefan Niemann

Helen Wiesner

Geelke Meier

Inge Wiesner

Linnea Wacker

Herbert Wiesner

Martin Kraus

Erich Seidel

Frank Hiestermann

Nicky

Daniela Böning

Adam Kowalski

Frank Lohde

Souffleuse

Ulrike Sprick-Zöhner

Kostüm & Maske

Jutta Voigt, Geelke Meier, Karin Heinevetter-Winzek

Bühne & Requisite

Antje Hennings, Jutta Voigt, Karin Heinevetter-Winzek, Petra Hirsch

Werbung, Layout & Organisation

Kathrin Paßehl, Andrea Wojtkowiak, Jutta Voigt, Karin Heinevetter-Winzek, Stefan Niemann

Technik

Antje Hennings, Petra Karol

Regie

vhs theater heide


Über die Autoren

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Aufführungstermine:
Fr, den 28. Oktober 2011 um 20:00 Uhr (Premiere)
So, den 30. Oktober 2011 um 15:00 Uhr
Mo, den 31. Oktober 2011 um 20:00 Uhr
Mi, den 2. November 2011 um 20:00 Uhr
Fr, den 4. November 2011 um 20:00 Uhr
So, den 6. November 2011 um 15:00 Uhr  im Stadttheater Heide sowie am
Sa, den 12. November 2011 um 20:00 Uhr in der Ditmarsia in Meldorf.

Presseberichte:

Mit viel Liebe zum Detail

Das VHS-Theater feiert Premiere des Schauspiels “ Das Fenster zum Flur “€

Von Werner Siems

Drei Stunden, die wie im Flug vergingen: Im kleinen Saal des Stadttheaters feierte das VHS-Theater Heide die gelungene Premiere des Schauspiels “ Das Fenster zum Flur “ von Curth Flatow und Horst Pillau, das 1960 mit Inge Meysel und Rudolf Platte in den Hauptrollen uraufgeführt wurde.

Auf der zum Zuschauerraum hin vergrößerten Bühne wurde mit viel Liebe zum Detail eine Wohnküche im Stil der Nachkriegsjahre aufgebaut. Dieser Raum ist das Reich von Anni Wiesner, einer resoluten Frau um die Fünfzig, die bestimmt, was für ihre Kinder “ das Beste” ist. Zielbewusst plant sie, dass ihre beiden Töchter und ihr Sohn es einmal besser haben sollen - und nicht wie der Vater Straßenbahn fahren oder wie sie selbst den Treppenflur wischen müssen. Als die Realität dann nicht ihren Vorstellungen entspricht, bricht für Anni eine Welt zusammen.

Anni Wiesner ist eine Rolle, die Petra Hirsch auf den Leib geschrieben ist. Gekonnt spielt sie die Vielschichtigkeit dieses dominanten Charakters heraus. Überzeugend auch die anderen Darsteller: Frank Hiestermann als Klempner, Frank Lohde als Freund einer Tochter, Dietrich Voigt als Postbote, Martin Kraus als Sohn. Viel Lob gab es auch für Geelke Meier und Linnea Wacker, die in den Rollen der beiden Töchter zum ersten Mal auf der Bühne standen. Nicht gerade einfach gestaltete sich der Part der achtjährigen Enkelin, der von Daniela Böning aber mit Bravour gemeistert wurde. Und wie so oft im Theater kommt es während der Proben zu Umbesetzungen. Manche müssen sogar reichlich spät vorgenommen werden, wie die Rolle von Annis Ehemann Karl, die Stefan Niemann erst zweieinhalb Wochen vor der Premiere übernommen hat. Doch davon war nichts zu merken: Er spielte, als sei er von Anfang an dabei gewesen.

Dithmarscher Landeszeitung vom 31. Oktober 2011