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"Fach-Wechsel"
von Frank Pinkus

Zum Inhalt:
Ein Regisseur arbeitet mit einem Drei-Personen-Ensemble an einer neuen Farce. Doch die Probenzeit gestaltet sich schwierig, denn unterschiedlicher können die Schauspieler wohl nicht sein. Ein exzentrischer Bühnenstar, eine junge Soap-Darstellerin und ein Synchronsprecher sind nicht gerade eine Traumbesetzung und ein Garant für eine reibungslose Probenzeit. Damit nicht genug: Zwischen den Damen gibt es Spannungen, die über die tägliche Arbeit hinauszugehen scheinen...

Schauspieler

Regisseur Carsten Berthold

Andreas Zöhner

Eva Winterstein

Astrid Blöhs

Sarah Schulz

Karin Heinevetter

Hardy Weber

Frank Hiestermann

Stimme des Intendanten

Frank Lohde



Über den Autor:pinkus_frank
Geboren 1959 in Hamburg-Harburg, wuchs Frank Pinkus auch in Hamburg auf und
studierte an der Hamburger Universität Germanistik, Philosophie und Erziehungs- wissenschaften. Nach den beiden Staatsexamina zog es ihn aber dann doch ans
Theater - er wurde Dramaturg am Altonaer Theater (Direktion: Prof. Hans Fitze)
- bis die drastischen Etatkürzungen zur Schließung des traditionsreichen Theaters
führten. Der neue Tätigkeitsbereich: Lektor und Dramaturg in der VVB, Norderstedt.
In der VVB wirkte er über acht Jahre bis er im Juni 2003 an das Theater in seiner neuen Heimat Weyhe als Dramaturg, Regisseur und Schauspieler zurückkehrte. Theater als Leidenschaft - dagegen kann sich so mancher nicht wehren; auch Frank Pinkus nicht.
Von den ersten Märchenaufführungen an blieb der sich öffnende Vorhang das ersehnte Mysterium des Lebens. Geprägt durch die Intendanzen Ivan Nagels am Hamburger Schauspielhaus und Boy Goberts am Hamburger Thalia-Theater, entstand ein Theaterverständnis, das bis heute bestimmend geblieben ist. Und noch ein anderes Ergebnis zeitigte die (viel zu?) frühe Shakespeare-Lektüre: Pinkus gründete eine eigene Theatergruppe. Mit der kleinen bühne harburg feiert er als Darsteller, Regisseur und auch als Autor seit 1978 Erfolge - eine freie Gruppe, die sich in der Hamburger Szene längst etabliert hat. Dort hat Pinkus über fünfzig Inszenierungen erarbeitet, und zahlreiche seiner Stücke wurden dort uraufgeführt. Vor allem seine Kinderstücke waren besonders erfolgreich - seine Musical-Fassung und Inszenierung vom "Urmel aus dem Eis", uraufgeführt mit der kleinen bühne Harburg, ging wiederholt auf Deutschland-Tournee durch alle großen Veranstaltungshallen der Republik. Zwei neue Komödien sind bereits in Arbeit. Warum immer wieder Komödien? Frank Pinkus: "Wenn die Menschen sich in unserer Zeit mehr und mehr unterhalten wollen, hat das sicherlich Gründe. Und da Lachen nichts Schlechtes ist und auch nicht unbedingt unter jedem erdenklichen Niveau stattfinden muss, ist die Komödie eine lohnende Herausforderung. Pointen schreiben und zugleich glaubhafte Figuren erschaffen, die ein bisschen Alltag auf unaufdringliche Weise wiedergeben... das wär's doch!!"

Aufführungstermine
in unserer neuen Spielstätte in der Schauburg/Stadttheater, Rosenstrasse15, 25746 Heide
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14. Februar 2003 (Fr) um 20 Uhr (Premiere)
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16. Februar 2003 (So) um 17 Uhr
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19. Februar 2003 (Mi) um 20 Uhr
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21. Februar 2003 (Fr) um 20 Uhr
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22. Februar 2003 (Sa) um 20 Uhr
Kartenvorverkauf ab Mo., 13. Januar 2003
im Stadttheater Heide, Rosenstraße 15-19, 25746 Heide, Tel: 0481/6868-66
Eintrittskarten: 5,00 EUR / erm.: 3 EUR


Gastspiel in der Meldorfer "Ditmarsia"
am 04. April 2003 (Fr) um 20 Uhr
Kartenvorverkauf ab dem 10. März 2003 (Mo)
im Schuh- und Sporthaus Carstensen, Süderstrasse 5, 25704 Meldorf, Tel: 04832/9467
Eintrittskarten: 6,00 Euro

Presseberichte:

Bericht vom 17. Februar 2003

25-jähriges Jubiläum mit einer Premiere gefeiert

Zum 25-jährigen Jubiläum der VHS-Theatergruppe-Heide lud diese ehemalige Mitglieder, Verwandte, Freunde und "Stammgäste" zur Premiere von "Fachwechsel" am 14.02.2003 in den Saal 2 des Stadttheaters in Heide ein.

Fachwechsel ist eine Komödie von Frank Pinkus, in der 3 DarstellerInnen das Theaterstück "Happy Days" einstudieren.

Da sind Hardy Weber, gespielt von Frank Hiestermann, der zuvor Synchronsprecher gewesen ist, Sarah Schulz (Karin Heinevetter), die durch ihre Rolle in einer TV-Serie Erfolg verzeichnen konnte, und Eva Winterstein (Astrid Blöhß), eine große Theaterdiva, die zum ersten Mal eine Mutterrolle spielt. Für alle 3 Darsteller also ein Fachwechsel. Der Regisseur Carsten Berthold, gespielt von Andreas Zöhner, muss nicht nur das Stück mit den 3 Darstellern inszenieren, er muss auch zwischen den beiden weiblichen Darstellern intervenieren, da sie sich ständig über ihre Rollen streiten, oder aber er sieht sich den Eskapaden von Eva Winterstein ausgesetzt.

Und Hardy? Hardy muss sich in dem Theaterstück halbnackt auf der Bühne zeigen, hat aber ein Problem damit. Schließlich werden jeden Abend in der Aufführung an die 200 Zuschauer seinen Bauch sehen. Es ist ihm peinlich. Er gewöhnt sich allerdings während der Proben allmählich an diesen Gedanken und wirkt schließlich fast schon exhibitionistisch.

Eine Komödie mit Tiefsinn. Hier werden Verhaltensweisen zu Tage gelegt, die nur allzu menschlich sind: Die Unfähigkeit, den Anderen oder dessen Eigenheiten zu akzeptieren. Eine Komödie zum Lachen aber auch zum Nachdenken.

In einer Szene sagt Eva Winterstein, dass sie in den Proben nur 75 Prozent ihres Könnens zeigt, auf der Bühne aber 150 Prozent. Ähnliches kann man über die Darsteller sagen. Bei der Premiere haben alle 150 Prozent gegeben, um das Stück zu einem Erfolg werden zu lassen.

Die Gäste, u. a. Bürgermeister Ulf Stecher, Bürgervorsteher Reinhard Woelk (ein treuer Fan des VHS-Theater-Heide) und die Vorsitzende des Ausschusses für Jugend und Kultur, Heide, Telse Schirk, waren sich einig: Dieses Stück muss man gesehen haben!

Dithmarscher Landeszeitung vom 17. Februar 2003