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"Amaretto"
Kriminalstück von Ingo Sax

Zum Inhalt:
Die reiche Witwe Moormann wird an Ihrem Geburtstag vergiftet. Das Haus ist von der Außenwelt abgeschlossen.
Die Anwesenden sind: die Tochter mit ihrem Verlobten, die Nichte, der Neffe als Geschäftsführer, die Haushälterin und der Doktor.
Der nette Doktor übernimmt die Rolle des Kommissars und deckt so einiges auf. Schließlich hat er die Mörder gefunden und da sie sich selbst verraten, auch den "Beweis" dafür.

Die Rollen und ihre Darsteller:

Beatrice Moormann, Konsul Moormanns Witwe

Ulrike Sprick-Zöhner

Julia Moormann, ihre Tochter

Anke Denker

Manfred Reimers, ihr Verlobter

Frank Hiestermann

Nicola Rohde, ihre Nichte

Kathrin Rathmann

Andreas Lüdecke, ihr Neffe und Geschäftsführer

Stefan Niemann

Karin, ihre Haushälterin

Petra Hirsch

Dr. Hadenfeldt, Hausarzt

Andreas Zöhner

Souffleur

Michael Winzek

 

 

Regie

vhs theater heide



Über den Autor:sax_ingo.max
1940 in Hamburg geboren zu sein, bedeutete für Ingo Sax: Vater im Krieg, Mutter allein, Evakuierung nach Schlesien und Flucht von dort. Einquartierung in Schleswig-Holstein bei einem Bauern.
Rückkehr in ein beengtes Behelfsheim. 1965 nahm er das Studium der Sozialpädagogik und Psychologie auf, das er fünf Jahre später abschloss. Danach leitete Sax die Kurse für Kunst- und Werkerziehung an einer Hamburger Schule für Behinderte. - Zum Schreiben kam er eher zufällig,
denn seine ersten Geschichten entstanden als Fingerübung, während er fürs Studium Schreibmaschine lernte. 1984 produzierte Radio Bremen sein erstes plattdeutsches Hörspiel. - Bekanntgeworden ist Sax aber vor allem als Theaterautor. Das begann in der Spielzeit 1985/86
mit der Uraufführungs eines Stückes "Blifft allns in de Familie" am Hamburger Ohnsorg-Theater. Weitere Komödien folgten; 1988 wurde "Güstern eerst un morgen wedder" in Kiel uraufgeführt.
Hierin behandelt Sax ein Kapitel deutscher Vergangenheit am Beispiel von Dorfbewohnern, die nationalsozialistische Verbrechen an Sinti und Roma in ihrem Dorf erfolgreich verdrängen konnten.
Mit "Amaretto" (1989) machte Ingo Sax seinen ersten Ausflug ins Krimi-Milieu. Danach stellte er
mit "Amanita" die psychologische Studie einer "Zwangsschweigerin" vor. Für dieses Stück wurde ihm beim Autorenwettbewerb des Niederdeutschen Bühnenbunds Niedersachen/Bremen der erste Preis zugesprochen. - Ingo Sax gehört heute zu den besten plattdeutsch schreibenden Autoren. Er hat der niederdeutschen Theaterliteratur neue Impulse gegeben und immer wieder neue Inhalte zum Thema seiner Stücke gemacht. Für diese Verdienste wurde er am 22. September 1991 mit dem Fritz-Reuter-Preis der Hamburger Stiftung F.V.S ausgezeichnet. Ferner beschäftigt sich Ingo Sax gekonnt mit der Bearbeitung von Märchen- und Sagenstoffen, die sich allesamt durch eigenwillige Originalität auszeichnen.

Aufführungstermine
im Stadttheater, Saal 2, Rosenstrasse 15, 25746 Heide
20. April 2007 (FR) um 20 Uhr
21. April 2007 (SA) um 20 Uhr

22. April 2007 (SO) um 17 Uhr
25. April 2007 (MI) um 20 Uhr
27. April 2007 (FR) um 20 Uhr
29. April 2007 (SO) um 17 Uhr

Presseberichte:
Bericht vom 23. April 2007:

Reichlich Zwischenapplaus
VHS-Theater Heide begeistert mit dem Kriminalstück "Amaretto"
von Werner Siems

Heide - Wer ist der Täter? Rätselraten und Spannung bis zur letzten Minute gab es für die Zuschauer bei der Premiere von "Amaretto", einem Kriminalstück von Ingo Sax, das vom VHS- Theater Heide inszeniert wurde.

Die Geburtstagsfeier der wohlhabenden Witwe Beatrice Moormann (Ulrike Sprick-Zöhner) beginnt in freudiger Erwartung auf einen schönen Abend. Wie jedes Jahr sind Verwandte und Freunde gekommen, um mit ihr zu feiern: ihre Tochter Julia (Anke Denker), deren Verlobter Manfred (Frank Hiestermann), ihre Nichte Nicola (Kathrin Rathmann), ihr Neffe Andreas (Stefan Niemann) sowie ihr Freund und Hausarzt Dr. Hadenfeldt (Andreas Zöhner). Und dann ist da auch noch ihre treu ergebene Haushälterin Karin (Petra Hirsch), die die Geburtstagsgäste mit selbstgemachtem Amaretto-Punsch verwöhnt.

Doch plötzlich ist es mit der Geselligkeit vorbei: Nach einem Schluck Punsch sinkt das Geburtstagskind zu Boden und stirbt. Was zunächst wie ein natürlicher Tod aussieht - schließlich war die Tote herzkrank und durfte keinen Alkohol trinken - stellt sich als Mord heraus. Und eines ist sofort klar: Der Täter befindet sich unter den Anwesenden. Viele Zuschauer haben den Inszenierungen des VHS-Theaters Heide einen festen Platz in ihrem Terminkalender eingeräumt. Für sie sind die Aufführungen zu einem Synonym für qualitativ gute Unterhaltung geworden. Entsprechend hoch sind ihre Erwartungshaltung und ihr Anspruch an die Aufführungen. Auch mit diesem leichten, unterhaltsamen Kriminalstück wird das Team des VHS-Theaters den Ansprüchen gerecht. Jeder Darsteller erbrachte für sich eine starke Leistung, die erfahrenen ebenso wie die beiden neuen Mitglieder Kathrin Rathmann und Anke Denker, die im aktuellen Stück zum ersten Mal auf der Bühne stehen. Die Inszenierung weist stark gezeichnete Charaktere auf. Deren Grenzen wurden ausgereizt, aber nicht überschritten. Bühnenbild und Maske vervollständigten das Gesamtbild: So auf alt geschminkte Darsteller hat man bei der jungen Truppe selten auf der Bühne gesehen. Die Aufführung wurde nicht nur mit einem starken Schluss-Applaus bedacht, es gab auch reichlich Zwischenapplaus - für gut dargebotene Situationskomik ebenso wie für ausgezeichnete Dialog-Szenen. Auch die Zuschauer hatten Gelegenheit, ihren kriminalistischen Spürsinn zu beweisen. In der Pause durften sie auf Zetteln den oder die Personen vermerken, die ihrer Meinung nach den Mord begangen haben. Unter den richtigen Antworten wurde ein Preis ausgelost: Natürlich eine Flasche Amaretto.

Weitere Aufführungen sind Mittwoch, 25. April, 20 Uhr, Freitag, 27. April, 20 Uhr, Sonntag, 29. April, 17 Uhr, im Stadttheater. Die für Freitag, 4. Mai, angekündigte Aufführung in der Ditmarsia in Meldorf fällt aus.

Dithmarscher Landeszeitung vom 23. April 2007